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PM: Verweigerungshaltung des Bundesverkehrsministeriums ist ein bitterer Rückschritt

Die Freiburger Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae kritisiert das Bundesverkehrsministerium, das erklärt hat, kein Geld für die Bahnlinie Freiburg-Colmar zur Verfügung stellen zu wollen, scharf: „Das ist ein Paukenschlag kurz vor der Europawahl und eine herbe Enttäuschung für alle Akteure in der Region, die sich mit Leidenschaft und Tatkraft für den Wiederaufbau der Bahnverbindung zwischen Freiburg und Colmar einsetzen. Das Projekt ist in der Prioritätenliste des Aachener Vertrags angeführt, den Angela Merkel unterzeichnet hat. Damit steht der Bund auch in der Pflicht, Taten folgen zu lassen, anstatt einfallslos auf das Land zu verweisen. Dass Minister Scheuer wenig Interesse an einem attraktiven Schienenverkehr zeigt, ist nichts neues. Dass aber der politische, europäische Kern dieses Bahnprojekts derart verkannt wird, ist ein Trauerspiel. Politiker fast aller Parteien reden im Wahlkampf über den Wert grenzüberschreitender Zusammenarbeit – wenn es konkret wird, duckt sich der Minister der Union nun weg. Das ist nicht nur ein bitterer Rückschritt für den Post-Fessenheim-Prozess, sondern auch ein fragwürdiges politisches Signal an die Menschen in der Region und darüber hinaus.“

 

Hintergrund: https://www.badische-zeitung.de/bund-will-fuer-bahnlinie-zwischen-freiburg-und-colmar-nicht-zahlen